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Blitz und Donnergrollen

Blitzeinschlag

Richtiges Verhalten bei Gewitter

Sommerzeit ist Gewitterzeit. Und wie jedes Mal bei einem Gewitter scheiden sich die Geister: Während der eine das Naturschauspiel mit sichtlichem Vergnügen vom Fenster aus beobachtet, läuft der andere nervös durch die Wohnung, zieht sämtliche Stecker und wird wegen seiner Angst belächelt. Die Angst ist jedoch durchaus begründet, so der Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V. (VDE). Denn Blitzeinschläge führen mitunter zu starken Störungen in den Stromnetzen und Telefonleitungen, sodass angeschlossene Geräte verschmoren können. Spezielle Blitzschutz-Systeme können unter Umständen vor einer solchen Überspannung schützen, die sicherste Methode ist allerdings nach wie vor: alle Stecker ziehen! Auch sollte man während eines Gewitters nicht baden oder duschen und nur mit kabellosen Telefonen telefonieren.

Wer sich während eines Gewitters im Freien aufhält, sollte den Regenschirm zuklappen und so schnell wie möglich Schutz suchen. Am besten natürlich in Gebäuden oder geschlossenen Autos – auf keinen Fall unter Bäumen oder in Holzhütten/Scheunen, das kann lebensgefährlich sein. Ist kein geeigneter Unterschlupf in der Nähe, ist es empfehlenswert, sich an einem möglichst tief gelegenen Ort mit geschlossenen Füßen auf den Boden zu hocken (Hände weg vom Boden). Dabei sollte man möglichst mehr als zehn Meter Abstand zu Bäumen und mindestens einen Meter Abstand zu anderen Personen halten. Nahegelegene Häuser, Masten oder Straßenlaternen schützen einen im Prinzip vor direktem Blitzschlag, allerdings nur, wenn man einen Abstand von mindestens einem, besser drei Metern zum Blitzableiter einhält.

Achtung: Der Spruch „Buchen sollst Du suchen, Eichen sollst Du weichen“ ist falsch! Der Aufenthalt bei Gewitter ist unter ALLEN Bäumen lebensgefährlich!

Wichtig für den Urlaub:

  • Der Aufenthalt im Wasser ist bei Gewitter lebensgefährlich!
  • Im Zelt ist man genauso gefährdet wie im Freien  
  • Im Campingwagen ist es ratsam, die Strom- und Wasserversorgung sowie sonstige Leitungen zu trennen
  • In den Bergen sind Gewitter besonders gefährlich. Höhlen oder Felsvorsprünge bieten einen gewissen Schutz, wenn man mindestens einen Meter Abstand zur Wand hält und sich mit geschlossenen Füßen hinhockt.

Weitere Informationen erhalten Sie beim Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V. (VDE).

Verpflichtendes Endoprothesenregister würde Zahl der Wechsel-OPs verringern

Laut einer aktuellen Studie bliebe vielen Menschen mit künstlichem Knie- oder Hüftgelenk eine Operation zum Wechsel ihres Implantates erspart, wenn es in Deutschland ein verpflichtendes Endoprothesenregister gäbe. Die Deutsche Gesellschaft für Endoprothetik e. V. (AE) setzt sich bereits seit Langem für die verpflichtende Teilnahme aller betroffenen Krankenhäuser am Endoprothesenregister Deutschland (EPRD) ein. Die Teilnahme daran ist bisher freiwillig und nur etwa die Hälfte der infrage kommenden Kliniken beteiligen sich am EPRD. In dem Register werden zum einen Daten der Patienten wie Alter, Begleiterkrankungen, Voroperationen und operierende Klinik erhoben. Zum anderen werden Informationen zu den eingesetzten Prothesen sowie zur Implantationstechnik eingespeist. Die Kliniken erhalten ein jährliches Feedback, erfahren also auch, wie viele ihrer früheren Patienten sich einer Wechsel-Operation unterziehen mussten und ob die Rate in anderen Krankenhäusern, die womöglich andere Implantate oder Techniken verwenden, besser beziehungsweise schlechter ist. Von anderen Ländern wie z. B. Schweden, in denen Endoprothesenregister verpflichtend sind, wisse man, wie groß der Einfluss dieser Institutionen auf die Qualität und Versorgung ist.

 

Neues Weißbuch zum Hüft- und Kniegelenkersatz in Deutschland

künstliches Hüftgelenk

Das Institut für Gesundheits- und Sozialforschung (IGES) in Berlin hat  im Auftrag des Bundesverbandes Medizintechnologie e. V. (BVMed) ein neues Weißbuch zum Thema Hüft- und Kniegelenkersatz herausgegeben. Das berichtet die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU). Ein Weißbuch beinhaltet eine strukturierte Sichtung vorhandener Studien und Literatur zu einem bestimmten Thema und zeigt Stärken und Mängel in diesem Bereich auf. Das „Weißbuch Gelenkersatz“ ist somit ein Referenzwerk über die Versorgungssituation bei endoprothetischen Hüft- und Knieeingriffen in Deutschland.

Es zeigt, dass der überwiegende Teil der rund 370.000 Patienten, die 2014 in Deutschland ein künstliches Hüft- oder Kniegelenk eingesetzt bekamen, mit dem Ergebnis der Operation zufrieden war. Weiterhin ist die Zahl der Komplikationen bei solchen Eingriffen seit Jahren rückläufig. Auch wurde bei fast allen Patienten aus dem Jahr 2014 eine angemessene Indikation dokumentiert. Die häufigste Ursache für einen Gelenkersatz war Arthrose, gefolgt von Oberschenkelhalsbrüchen.

Eine Herausforderung in den kommenden Jahren sei die Tatsache, dass immer mehr Menschen immer länger und immer aktiver mit einem Gelenkersatz leben würden, so die DGOU. Hier gelte es, auch zukünftig die Versorgungsqualität zu sichern und die Erwartungen der Patienten mit den Möglichkeiten aktueller Behandlungsverfahren abzugleichen. Ein weiteres Ziel sei es, die Zahl der vorzeitigen Wechseleingriffe zu reduzieren, die z. B. aufgrund von Entzündungen, Verrenkungen oder Lockerungen der Kunstgelenke durchgeführt werden müssen.

Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten der DGOU!

DKMS: 25 Jahre Kampf gegen Blutkrebs

Seit nunmehr 25 Jahren setzt sich die Deutsche Knochenmarkspenderdatei gemeinnützige Gesellschaft mbH (DKMS) dafür ein, dass Menschen motiviert werden, sich als Stammzellspender zu registrieren, dass Blutkrebspatienten der Zugang zu notwendigen Therapien ermöglicht wird und die Weiterentwicklung von Behandlungen gefördert wird. Die international tätige Organisation wurde 1991 von Dr. Peter Harf gegründet. Bis heute konnten DKMS-Spender über 56.000 Blutkrebspatienten eine neue Lebenschance geben, insgesamt sind über 6,3 Millionen Stammzellspender bei der DKMS registriert. Zu den derzeitigen Länderstandorten in Deutschland, den USA, UK, Polen und Spanien sind weitere geplant. Im Zuge der Internationalisierung hat die DKMS auch ihre Mission erweitert. Mit einem umfassenderen Tätigkeitsfeld – darunter vor allem im Bereich Forschung – kommt die Organisation ihrem übergeordneten Ziel näher, den Blutkrebs zu besiegen. Um die Aufmerksamkeit noch stärker auf das Thema zu lenken, hat die DKMS im Jahr 2014 den World Blood Cancer Day (WBCD) ins Leben gerufen – einen internationalen Aktionstag. Ziel ist es, jedes Jahr wiederkehrend am 28. Mai Menschen in aller Welt dazu aufzurufen, ein Zeichen gegen Blutkrebs zu setzen.

Weitere Informationen:

www.dkms.de

Aminosäuren und Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Studie über den Zusammenhang zwischen der Aminosäurenkonzentration und dem Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen an der Medizinischen Universität Graz

Die proteinbildenden Aminosäuren werden über die Nahrung aufgenommen oder über den Stoffwechsel synthetisiert. Aminosäuren haben zahlreiche Stoffwechselfunktionen und sind Ausgangssubstanz für wichtige Biomoleküle. Am Klinischen Institut für Medizinische und Chemische Labordiagnostik der Medizinischen Universität Graz wurden nun Aminosäuren als persönlicher „Fingerabdruck“ identifiziert, um aus deren Verteilung bzw. Konzentration im Blut Muster für das Risiko an Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu erkranken abzuleiten. Die sogenannten verzweigtkettigen Aminosäuren sind am Aufbau fast aller Proteine beteiligt und bilden ca. 35% des Muskelgewebes des menschlichen Körpers. Sie tragen maßgeblich zum Transport von Stickstoff und Energie zwischen Muskulatur und Leber bei und werden für den Energiestoffwechsel benötigt. Sie werden direkt in den Muskelzellen verstoffwechselt. Der Körper benötigt die verzweigtkettigen Aminosäuren, um die während großer Belastungen verbrauchten Aminosäuren Glutamin und Alanin wieder zu synthetisieren und auf diese Weise einen eiweißabbauenden Zustand im Körper zu vermeiden. Eine erhöhte Konzentration dieser Aminosäuren im Blut sei Studienergebnissen zufolge eng mit einer Insulinresistenz bzw. der Entwicklung eines Diabetes assoziiert. Die Grazer Forschungsgruppe überprüfte in einer großen prospektiven Studie, ob durch Veränderungen der Aminosäurespiegel im menschlichen Blut eventuelle Risiken von Erkrankungen, insbesondere Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, erkannt werden können. Dazu wurden 650 junge Erwachsene mit unterschiedlichem Body-Mass-Index (BMI) und verschiedenartigen kardiometabolischen Ausgangswerten im Hinblick auf ihr Aminosäurenprofil untersucht. Die Ergebnisse dieser Studie unterstreichen die Wichtigkeit der verzweigtkettigen Aminosäuren bei der Beurteilung des frühen kardiovaskulären Risikos.

Weitere Informationen:

www.medunigraz.at

 

Wandern – Bewegung, die gut tut

Broschüre zum Wandern im Alter

Aktivität und dies auch noch draußen an der frischen Luft, fördert sowohl die körperliche, als auch die geistige Gesundheit. Besonders auch ältere Menschen profitieren davon. Das Wandern gehört dabei zu den empfehlenswerten Aktivitäten. Nun haben die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und der Deutsche Wanderverband zusammen eine Broschüre zum Wandern herausgegeben. Diese ist Teil des BZgA-Programms „Älter werden in Balance“ und gibt viele allgemeine Informationen und praktische Tipps, um gerade ältere Menschen dazu zu motivieren, sich regelmäßig draußen zu bewegen.

Die bebilderte, 24-seitige Broschüre behandelt im ersten Teil die Effekte des Wanderns für Körper, Geist und Seele. Hier wird zum Beispiel deutlich, dass Wandern das Risiko von Arteriosklerose und damit für Herzinfarkt und Schlaganfall senkt. Außerdem hilft es beim Stressabbau, indem es das Stresshormon Kortisol vermindert. Selbst bei leichten Depressionen kann die Bewegung an der frischen Luft Linderung verschaffen. Zudem trainiert es zahlreiche Muskelpartien, steigert die Durchblutung und erhöht die Sauerstoffaufnahme der Lungen. Im zweiten Teil der Broschüre werden spezielle Angebote des Deutschen Wanderverbandes vorgestellt. Tipps für Wander-Einsteiger runden die Broschüre ab. Leserinnen und Leser erfahren unter anderem, wie ein Rucksack zweckmäßig gepackt wird und was dort hinein gehört. Ebenso erklärt der kleine Ratgeber Wissenswertes zum Zeckenschutz und wie sich Blasen vermeiden lassen.

Weitere Informationen:

www.aelter-werden-in-balance.de

www.bzga.de/infomaterialien/gesundheit-aelterer-menschen/