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Bewegung ist das A und O

Neue Versorgungsleitlinie

Neue überarbeitete Versorgungsleitlinie zum nichtspezifischen Kreuzschmerz

Anfang März wurde die überarbeitete Versorgungsleitlinie zum Thema „nichtspezifischer Kreuzschmerz“ veröffentlicht. Das berichtet die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU). Von nichtspezifischen Kreuzschmerzen sprechen Ärzte, wenn den Schmerzen keine erkennbare Ursache wie z.B. ein Bandscheibenvorfall oder ein Wirbelbruch zugrunde liegt. Die aktualisierte Leitlinie weist auf den immer deutlicher werdenden Einfluss des seelischen Befindens von Patienten sowie deren soziales Umfeld auf Rückenschmerzen hin. Aus diesem Grund wird empfohlen, bei der Behandlung von nichtspezifischen Kreuzschmerzen von Anfang an psychosoziale Faktoren, z. B. beruflichen und/oder privaten Stress zu berücksichtigen. Weiterhin sollen Ärzte erst dann eine bildgebende Diagnostik anordnen, wenn sich die Schmerzen binnen vier bis sechs Wochen nicht bessern. Von mehrfacher Bildgebung rät die neue Leitlinie ab, sofern sich das Beschwerdebild nicht ändert.  Um zu verhindern, dass Kreuzschmerzen chronisch werden, befürwortet die aktuelle Leitlinie weiterhin einen frühzeitigen Übergang von einer „einfachen“ Schmerztherapie in eine multimodale Therapie aus Schmerzmitteln, Physiotherapie und Psychotherapie. Gemäß der Leitlinie ist Bewegung bei nicht spezifischen Kreuzschmerzen das A und O. Ärzte sollten auf keinen Fall ein passives Verhalten der Patienten fördern. Schmerzmittel wie Nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR) können für kurze Zeit unterstützend eingenommen werden.

Weitere Informationen inklusive Patientenmaterial finden Sie unter:

www.kreuzschmerz.versorgungsleitlinien.de/

Veranstaltungshinweise für das Krankenhaus Tabea in Hamburg

Unter dem Titel „Wirbelsäule – welche Erkrankungsform sollte wann operiert werden?“ finden im Frühjahr organisiert vom Krankenhaus Tabea Vorträge verschiedener Referenten an unterschiedlichen Orten statt.

 

27. Apri, 18.00 Uhr

Dr. Rolf Christophers
Ahrensburg
Parkhotel Ahrensburg
Lübecker Str. 10a
22926 Ahrensburg

 

04. Mai, 18.00 Uhr

Dr. Rolf Christophers
Bergedorf
Ramada Hotel
Holzhude 221029 Hamburg
 

20. April, 18.00 Uhr

Matthias Wolff
Husum
Best Western
Theodor Storm Hotel
Neustadt 60-68
25813 Husum

 

11. Mai, 18.00 Uhr

Matthias Wolff
Heide
nordica Hotel Berlin
Österstr. 18
25746 Heide

 

11.Mai, 18.00 Uhr

Felix Fraenkel
Neustadt Glewe
Mercure Hotel Schloss Neustadt Glewe
Schlossfreiheit 1
19306 Neustadt Glewe

 

20. April, 18.00 Uhr

Felix Fraenkel
Wismar
Steigenberger Hotel Stadt Hamburg
Am Markt 24
23966 Wismar

 

18. Mai, 18.00 Uhr

Dr. Christian Möller-Karnick
Schleswig
Hotel Hohenzollern
Moltkestraße 41
24837 Schleswig

 

27. April, 18.00 Uhr

Dr. Christian Möller-Karnick
Mölln
Seehotel Schwanenhof
Am Schulsee
23879 Mölln

 

Weitere Informationen:

www.tabea-fachklinik.de

Terminhinweis: 40. Hirntumor-Informationstag in Köln am 13.05.17

Neuroonkologisches Symposium: Hirntumorexperten stellen innovative Therapiekonzepte vor

Am Samstag, dem 13. Mai 2016 findet der jährliche, überregionale Hirntumor-Informationstag statt. Veranstalter ist die Deutsche Hirntumorhilfe. Die gemeinnützige Organisation lädt interessierte Ärzte, Pflegepersonal, Patienten und Angehörige von 9:00 bis 19.00 Uhr an die Universität nach Köln ein. Im Mittelpunkt des Symposiums stehen aktuelle Ergebnisse klinischer Studien sowie die Zukunft der Hirntumortherapie. Auch etablierte Behandlungsoptionen in der Neuroonkologie und supportive Maßnahmen sind Teil des vielfältigen Vortragsprogramms. Renommierte Experten, unter anderem Prof. Guido Reifenberger aus Düsseldorf, Prof. Uta Schick aus Münster und Prof. Christian Erich Elger aus Bonn decken mit ihren Referaten das gesamte Spektrum der Neuroonkologie ab und geben einen Überblick zu neuesten Entwicklungen auf dem Gebiet der Hirntumorforschung. Bei Podiumsdiskussionen und in persönlichen Gesprächen mit den Referenten haben die Teilnehmer der Veranstaltung zudem die Möglichkeit, individuelle Fragen zu klären. Im Anschluss an die fachlichen Vorträge bietet sich Patienten und Angehörigen die Gelegenheit, mit anderen Betroffenen in Kontakt zu treten. Eine Anmeldung ist bis zum 5. Mai 2017 möglich.

Weitere Informationen:

Hirntumorhilfe e.V.

Tel.: 0341-5909396

E-Mail: info@hirntumorhilfe.de

www.hirntumorhilfe.de.

Die Nutzen-Risiko-Rechnung

Vor- und Nachteile einer Magen-OP bei übergewichtigen Patienten

Mit der STAMPEDE-Studie sind jetzt erstmals Langzeitstudienergebnisse zum Erfolg einer Magen-OP bei übergewichtigen Typ-2-Diabetikern erschienen. Demnach erreichte jeder vierte Proband nach dem Eingriff normale Blutzuckerwerte. Auch fünf Jahre nach der OP kamen die meisten Patienten ohne Diabetes-Medikamente aus. Das berichtet das Deutsche Ärzteblatt.

Die Studie, die im New England Journal of Medicine (2017; 376:641-651)  veröffentlicht wurde, begleitete von 2007 bis 2011 134 Patienten mit Übergewicht oder Adipositas (BMI zwischen 27 und 43kg/m2) und Typ-2-Diabetes. Bei 49 Patienten wurde ein sogenannter Magen-Bypass gelegt, bei 47 Patienten verkleinerten die Ärzte den Magen und 38 Patienten erhielten lediglich eine medikamentöse Therapie. Bei den operierten Patienten sank bereits einige Wochen nach dem Eingriff der HbA1c-Wert deutlich. Nach fünf Jahren erreichten 14 der 49 (29 %) Bypass-Patienten und 11 der 47 (23%) Patienten, bei denen der Magen verkleinert wurde, einen HbA1c-Wert von unter sechs Prozent. Die Deutsche Diabetes-Gesellschaft empfiehlt bei Diabetes-Typ-2-Patienten einen Zielwert von 6,5 und 7,5 %. Einen solchen Wert erreichten unter alleiniger medikamentöser Therapie lediglich zwei der 38 Patienten (5%).

Allerdings müssen die Patienten nach einer Magenverkleinerung oder einem Magenbypass ihre Ernährung dauerhaft umstellen und lebenslang bestimmte Vitamine und Nährstoffe von außen zuführen. Halten sich die Patienten nicht an die Vorgaben, drohen Komplikationen wie Mangelerscheinungen und Folgeoperationen. Zwei Studien aus Schweden und den USA über übergewichtige Jugendliche, bei denen ein Magenbypass gelegt wurde, bestätigen, dass die Patienten nach dem Eingriff lebenslang betreut werden müssen. Die 74 adipösen jugendlichen Probanden (13-21 Jahre) in den USA hatten alle zwischen 2001 und 2007 einen Roux-en-Y-Magenbypass erhalten. Thomas Inge und Mitarbeiter konnten 58 der Patienten im Mittel 8 Jahre nach der Operation nach­untersuchen. Sieben der zuvor acht an Diabetes-Typ-2 erkrankten Jugendlichen hatten bei der Nachuntersuchung wieder einen normalen Blutzuckerspiegel. Im Schnitt hatten die Teilnehmer 50 Kg abgenommen, bestehende Stoffwechselstörungen hatten sich gebessert.  

Allerdings mussten die Ärzte bei 12 Patienten die Gallenblase entfernen, bei drei Patienten kam es nach dem Eingriff zu einer gastrointestinalen Perforation. Über 80 Prozent der jugendlichen Probanden entwickelten eine Eisenmangelanämie und bei 45 Prozent kam es infolge eines Vitamin-D-Mangels zu einem zu einem Hyperparathyreoidismus. Auch die schwedische Studie mit 81 übergewichtigen Jugendlichen kann zu ähnlichen Ergebnissen: Zwar verbesserten sich auch hier etwaige Stoffwechselstörungen – aufgrund von Komplikationen kam es jedoch zu 21 Nachoperationen und deutlichen Vitamin-Mangelerscheinungen.

Erleichterung bei Handgelenkschmerzen

Bei Dauerbelastungen des Handgelenks durch lange Sitzungen am Computer lassen die Schmerzen meist nicht lange auf sich warten. Das musste auch Susanne Zaouali Dridi erfahren,  die nach wenigen Wochen Computerarbeit von jeglicher Beanspruchung des Handgelenks ablassen musste.

Die natürliche Reaktion auf derartige Schmerzen ist es, das Leiden schnellstmöglich beenden zu wollen, indem man beispielsweise die Apotheke aufsucht. Mit einer schmerzlindernden Creme geben sich die meisten Betroffenen zufrieden und sind in der Lage, ihre Arbeit vorerst wieder fortzusetzen. Was sie dabei aber nicht bedenken ist, dass es viel effektiver wäre, der Ursache auf den Grund zu gehen. Handgelenkschmerzen durch Arbeit am Computer werden in erster Linie durch eine unnatürliche Haltung der Hand an der PC-Maus verursacht. Wenn sich der Betroffene nun wieder an die Arbeit begibt, verschlimmert er nur das Problem, spürt es aber aufgrund der Schmerzmittel nicht.

Hier kommt das eigens entwickelte Handgelenkstütz-Armband von Frau Dridi ins Spiel, welches die unnatürliche Haltung der Hand aufhebt und dem persönlichen Tragekomfort angepasst werden kann. Dies ist durch beliebig viel entnehmbare Füllwatte gewährleistet, wobei zu beachten ist, dass Handrücken und Gelenk auf einer Höhe liegen. Durch diese Option des Verstellens unterscheidet sich das Armband von gewöhnlichen Mousepads mit Stützauflage und verhindert aufsteigende Schmerzen im Schultergelenk.

Weitere Informationen erhalten Sie bei:

 

Susanne Zaouali Dridi

Robbenplate 30

D – 28259 Bremen

Tel. 0421/8983292

sdridi@t-online.de

Fehler bei der Behandlung mit Blutgerinnungshemmern

Blutgerinnung ermöglicht dem Körper, Schäden in Gefäßen abzudichten und somit den Blutverlust zu unterbrechen. Bei Patienten mit Herz-Kreislauf-Problemen kann es aber notwendig sein, die Gerinnungsneigung herabzusetzen, um beispielsweise eine Thrombose zu verhindern. Hier kommen dann Medikamente wie Warfarin zum Einsatz.

Zunächst sollte der parallele Einsatz von anderen Medikamenten unbedingt mit dem Arzt abgesprochen werden, da die Hemmstoffe mit vielen Arzneimitteln in Wechselwirkung stehen. Daraus folgende Risiken reichen von weniger dramatischen Blutergüssen über starke Kopfschmerzen bis hin zur Hirnblutung.

Während der Einnahme von Blutgerinnungshemmern sollte außerdem beachtet werden, dass eine Vitamin-K-reiche Ernährung die Wirkung des Hemmstoffs nahezu aufheben kann. Doch auch wenn die in vielen alltäglichen Lebensmitteln, wie Spinat, Speisequark und Tomaten, enthaltene Substanz die Wirkung herabsetzt, ist von einem gänzlichen Verzicht des Vitamins abzuraten. Wie in vielen Bereichen ist auch hier eine ausgewogene Ernährung der Schlüssel.

2008 wurden mehrere Präparate auf den Markt gebracht, die diese Nachteile vermeiden sollten. Tatsächlich wird ihre Wirkung auch durch eine Vitamin-K-reiche Ernährung nicht mehr beeinflusst.  Jedoch ist mittlerweile umstritten, ob diese Präparate tatsächlich weniger Nebenwirkungen haben und einer  geringeren Kontrolle bedürfen. Da sie häufig auch noch schwerere Blutungen als das frühere Mittel Warfarin auslösen, ist eine individuelle Therapiewahl ratsam.

Blutgerinnungshemmer werden aber, laut einer Untersuchung des IGES-Instituts, generell im Alltag zu selten  eingesetzt. Würde bei jedem Patienten, bei dem Vorhofflimmern bekannt ist, eine solche Therapie durchgeführt, könnten im Jahr knapp 10.000 Schlaganfälle vermieden werden.

Infolgedessen ist es ratsam, bei Gebrauch der besagten Arzneimittel immer einen Medikamentenschein bei sich zu führen, um im Notfall bei nachfolgenden Behandlungen die Ärzte aufzuklären und Fehler auszuschließen.

Von unserem Praktikanten Leon Ceurstemont